Willkommen auf dieser Informationsseite zum Thema Schwangerschaftsabbruch,
sie wird von der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V. Regionalverband Freiburg verwaltet und vom ALfA-Bundesverband unterstützt.


Inhalt

Vorwort
1. Informationen über psychische Spätfolgen aufgrund eines Schwangerschaftsabbruchs (Post-Abortion-Syndrom (PAS))
2. Informationen über gesundheitliche Folgen der Abtreibung
3. Zahlen zur Abtreibung
4. Die gesetzliche Lage
5. Was geschieht bei einer Abtreibung?
6. Was geschieht bei Einnahme der Abtreibungspille?
7. Die seelischen Folgen von Adoptionsfreigabe und Abtreibung im Vergleich
8. AlfA-Schulmappe zum Thema Abtreibung
9. Kontakt, empfehlenswerte Beratungsstellen und Hilfsangebote, auch finanzieller Art und Mutter-Kind-Heime
10. Empfehlenswerte Bücher und Videos zum Thema
11. Links siehe www.alfa-ev.de


Vorwort

Ungeplant schwanger?
Das ist ein Zustand, der von vielen starken Ängsten geprägt sein kann. Fühlen Sie sich auch von Ängsten bedrückt? Dann kann es hilfreich sein, einfach über die Probleme zu reden. Die ALfA e.V. (Rat und Hilfe) bietet an, unverbindlich, kostenlos und anonym über die Ängste zu sprechen. Damit sie Schritt für Schritt abgebaut werden können. Etwa indem gute Betreuungsmöglichkeiten für das Kind gefunden werden, damit Ausbildung, Studium oder Beruf bald fortgesetzt werden können. Die ALfA hilft auch bei finanziellen Engpässen, die nicht anders zu beheben sind, zum Beispiel durch das Patenschaftsprogramm.
Oder fürchten Sie, als Alleinstehende mit einem Kind nicht anerkannt zu werden? Bei der ALfA finden Sie Menschen, denen Sie und Ihr ungeborenes Kind sehr wichtig sind und die Sie während der Schwangerschaft und danach begleiten können. Es ist auch erstaunlich, wie begeistert Verwandte und Freunde sind, wenn das Kind erst da ist. So ein Baby kann unwahrscheinlich faszinierend sein. Ich erlebe es täglich mit meinem kleinen Sohn. Ihr Kind, das Sie noch kaum kennen, wird außerdem für Sie der wichtigste Mensch werden, den Sie über alles lieben werden.
Daher finden Sie auf dieser Homepage, wie weit Ihr kleines Wesen, das da in Ihnen schlummert, bereits entwickelt ist.
Schließlich wollen wir aber auch nicht die seelischen und körperlichen Probleme verschweigen, die bei einem Schwangerschaftsabbruch auftreten können, und über die Abtreibungsmethoden informieren. Diese Themen können Sie auch Personen entgegenhalten, die Sie unter Druck setzen wollen, abzutreiben. Wir wollen weiterhin darauf hinweisen, daß man sein Kind guten Gewissens zur Adoption freigeben kann, wenn keine anderen Möglichkeiten bestehen, da sich unzählige Paare ein Kind wünschen.

Alles Gute für Sie und Ihr Kind wünscht Ihnen
Ihre Martina Kempf, Mitglied der Aktion Lebensrecht für Alle aus Breisach, derzeit in Wertheim/Main.


1. Informationen über schwere seelische Spätfolgen aufgrund eines Schwangerschaftsabbruchs, das sogenannte Post-Abortion-Syndrom

Die häufigsten Symptome, unter denen Frauen nach einer Abtreibung leiden:
- 92,6 % starke Schuldgefühle
- 88,0 % Depression
- 82,3 % Verlust des Selbstwertgefühls
- 75,5 % Verlust des Selbstvertrauens
- 63,1 % Flashbacks (blitzartige Erinnerungen an die Abtreibung im Wachzustand)
- 55,8 % Selbstmordgedanken
- 50,8 % hysterische Weinkrämpfe
- 46,6 % Alpträume
- 40,6 % Konsum von Drogen
- 38,6 % Eßstörungen
- 36,5 % Alkoholmißbrauch
- nur 5,1 % der 260 Befragten fühlten einen inneren Frieden

(Amerikanische Studie des Elliot Institute, siehe www.afterabortion.info/survey2.htm )

Zitate von Frauen nach einer Abtreibung:

Diese Zitate zeigen die seelischen Risiken des Schwangerschaftsabbruchs:

„Bei jeder Menstruation wurde ich an das Kind erinnert, und das ganze Theater wiederholte sich: Migräne, Angst, Schmerzen, endloses Weinen! Ich krieg´es einfach nicht in den Griff!“ (H.R.)

„Seitdem hasse ich jeden Mann!“ (H.D.)

„Nach meiner Abtreibung hatte ich vier Selbstmordversuche.“ (A.W.)

„Schweißausbrüche, wechselndes Erröten und Erblassen und das Zittern der Hände wurden so stark, daß ich meinen Beruf als Einkäuferin aufgeben mußte.“ (C.R.)

„Ich komme mir wie ein Roboter vor und tue mechanisch meine Arbeit. Mich freuen oder lachen – aber auch weinen kann ich nicht mehr! Alles egal! (A.G.S.)

“Seit dem Abbruch ist es, als wäre ich in Ketten gelegt! Ich habe schreckliche Angstzustände. Alles wird eng, krampft sich zusammen, als müßte ich ersticken. – Die Ärzte finden nichts!“ (O.B.)

„Fast wäre ich verblutet! Meine Seele blutet noch heute!“ (B.W.)

„’Das ist ja noch nichts’, hatten Arzt und Beraterin gesagt! Dass es doch ’etwas’ gewesen war, merkte ich zu spät, als sich mein totes Kind wie ein Schatten auf meine Seele legte. Das Trauma ’Abtreibung’ zerstörte mein Leben.“ (B.G.)

(Quelle: Myriam ... warum weinst du? Die Leiden der Frauen nach der Abtreibung, Post-Abortion-Syndrome PAS, Erlebnisberichte von betroffenen Frauen“. Herausgeber: Stiftung „Ja zum Leben – Mütter in Not“, Uznach 1996)


Eine Frau aus dem genannten Buch schreibt: „Warum hat mir das keiner gesagt? Wußten die anderen, Arzt, Beraterin, meine Eltern, meine Freundinnen und mein Mann wirklich nicht, was dann kommt? Als ich vor zwei Jahren zur Abtreibung gedrängt wurde, sagten alle, es sei das Beste für mich und für mein Kind! Nun ist mein Kind tot, und ich bin so verzweifelt! Ich kann nicht mehr schlafen und auch nicht mehr lachen. Niemand versteht mich! Damals hatte ich keine Kraft, mich gegen alle zu stellen. Auch heute bin ich mit meiner Not und meinem Elend allein. Bitte sagen Sie allen Menschen, wie furchtbar eine Abtreibung ist. Schreckliche Schmerzen quälen meinen Körper und meine Seele! Warum hat mir das denn keiner gesagt?“

Auch die Symptome dieser Frau zeigen das Nach-Abtreibungssyndrom (Post-Abortion-Syndrome). Die Berater klären oft unzureichend über diese Abtreibungsfolgen und damit über die Risiken des Schwangerschaftsabbruchs auf. Eine Frau, die ich kennenlernte, wollte nach dem Abbruch noch einmal zu dem Pro-Familia-Berater gehen, um ihn zu fragen, warum er ihr gar nicht erzählt hatte, wie sehr sie unter einer Abtreibung leiden könnte. Doch der Berater war zu dem vereinbarten Termin einfach nicht anwesend. Aufgrund der schlechten Informationslage über das Nach-Abtreibungs-Syndrom soll die Aufgabe von www.schwangerschaftsabbruch.de die Aufklärung über die seelischen Folgen der Tötung des ungeborenen Kindes sein.

Unter Post-Abortion-Syndrom (PAS) wird in der Psychologie und der Psychiatrie die Gesamtheit der psychischen Symptome bezeichnet, die bei sämtlichen in das Abtreibungsgeschehen involvierten Personen, also den Frauen, Kindsvätern, Ärzten, Beratern und dem Pflegepersonal, als Folge der vorgeburtlichen Kindestötung auftreten können. Wie gesagt, betrifft es nicht nur Frauen, auch die Väter des Ungeborenen können sehr leiden. Ein von Abtreibung betroffener Vater hat am errechneten Geburtstermin des abgetriebenen Kindes Selbstmord begangen.

Die Bundesregierung leugnet hingegen, daß es starke seelische Spätfolgen nach Schwangerschaftsabbruch gibt. „Der Bundesregierung sind solche Studien in Deutschland nicht bekannt. Es liegen jedoch Auswertungen internationaler Fachliteratur vor, die im Langzeitvergleich keine oder nur geringe Unterschiede im psychischen Befinden zwischen Frauen mit Schwangerschaftsabbruch und Frauen mit ausgetragenen Schwangerschaften aufweisen“, antwortete die Bundesregierung auf eine Anfrage von CDU-Bundestagsabgeordneten. (Bundestagsdrucksache 15/3155).
Dabei liegen sehr wohl deutsche Studien vor, etwa die der klinischen Psychologin Maria Simon aus Würzburg (siehe unten), aber auch mehrere internationale Studien beweisen die verheerenden Auswirkungen, die Abtreibungen für die Betroffenen nach sich ziehen.

Psychische Folgen nach einer Abtreibung
Nach der Psychologin Maria Simon, Würzburg

- Psychische Spätfolgen: 80 %
- Reue und Schuldgefühle : 60 %
- Stimmungsschwankungen und Depressionen, erhöhte Reizbarkeit: 35 –40 %
- Unmotiviertes Weinen: 35 %
- Angstzustände: 30 %

(Maria Simon: Psychische Folgen nach einer Abtreibung. In „Myriam, warum weinst du? Die Leiden der Frauen nach Abtreibung“, Uznach 1996, S. 136-140)

Nur wenige Frauen wollen bei Befragungen über diese Probleme sprechen, die Methode von Fragebögen ist außerdem wenig geeignet, tief sitzende und oft verdrängte Gefühle offen zu legen. Nach dem Abbruch selbst herrscht häufig noch Erleichterung, während die Symptome des PAS erst nach Jahren auftauchen können. So lassen sich unterschiedliche Untersuchungsergebnisse erklären. Untersuchungen direkt nach dem Abbruch ergeben oft geringere Prozentzahlen, aber da sie die Spätfolgen nicht berücksichtigen, sind sie wenig aussagekräftig.

Weitere Risiken des Schwangerschaftsabbruchs:
Eine 2003 im „Canadian Medical Association Journal“ (CMAJ) veröffentlichte Studie zeigt, daß das Risiko, in eine psychiatrische Klinik eingeliefert zu werden, für Frauen, die innerhalb der vergangenen drei Monate eine Abtreibung haben vornehmen lassen, um das 2,6-fache höher ist als das der Frauen, die im gleichen Zeitraum ein Kind geboren haben. Nach einer weiteren kanadischen Studie mußten sich innerhalb von fünf Jahren 25 % der abtreibenden Frauen in psychiatrische Behandlung geben, während es in der Kontrollgruppe nur drei % waren (vgl. www.afterabortion.info/psychol.html). So ist auch verständlich, daß Fachleute im deutschsprachigen Raum von durchschnittlich 50.000 Euro Folgekosten je Abtreibung ausgehen, eine ungeheure Belastung der Krankenkassen. Aufgrund dieser Kostenbelastung sind heute offenbar bereits einige Krankenkassen gegen Schwangerschaftsabbrüche.

Neben schlimmen Alpträumen, die fast die Hälfte der Frauen nach Abtreibung quälen, ist die Selbstmordrate nach Schwangerschaftsabbruch erschreckend hoch. So lag die jährliche Selbstmordrate in Finnland bei 11,3 pro 100.000 Frauen. Die Selbstmordrate bei Frauen, die innerhalb eines Jahres vor dem Suizid ein Kind geboren hatten, lag deutlich tiefer, nämlich bei 5,9. Hatten die Frauen im Jahr zuvor eine vorgeburtliche Kindstötung vornehmen lassen, lag die Selbstmordrate bei 34,7. Das bedeutet, daß Frauen nach einer Abtreibung dreimal so häufig Selbstmord begehen wie der Durchschnitt und sogar sechsmal so häufig wie Frauen nach einer Geburt. („British Medical Journal“ (BMJ) 1996; Studie von Mika Gissler.

Auch nach Abtreibung ist eine Heilung möglich

Die Heilungschancen steigen nach erfolgter Trauerarbeit, Vergebung und Wiedergutmachung. Zunächst müsse die betroffene Frau ihren Fehler wirklich erkennen und das Kind betrauern. In einer zweiten Phase soll die Betroffene die Versöhnung mit dem Kind suchen, indem sie ihm einen Namen gibt und etwa ein symbolisches Begräbnis des Kindes vornimmt, so die Linzer Psychotherapeutin Ingeborg Obereder. Wenn die Frau gläubig sei, solle sie Gott um Verzeihung bitten und auch den Mittätern, also etwa dem Partner und Eltern und sich selbst verzeihen lernen. Ohne Vergebung käme man in der Therapie keinen Schritt weiter. Eine Frau, die ich auf einer Veranstaltung zum Thema Abtreibung hörte, meinte, sie habe gebetet und das sichere Gefühl gehabt, Jesus sei durch den Raum gegangen und habe die Schuld von ihr weggenommen. Eine andere Frau, die die Tötung ihres angeblich behinderten ungeborenen Kindes betrauerte, meinte, es sei nun im Himmel und würde für sie beten, und sie seien eines Tages wieder vereint. So gäbe es endlich keinen Grund mehr, traurig zu sein. Vielleicht ist der geschehene Schmerz für einige, die dem christlichen Glauben bisher fernstanden, die Chance, den Glauben zu erfahren, der Vergebung für alles und Neuanfang bringt. Der Videofilm „Ich habe abgetrieben“ zeigt einige Beispiele von Frauen, die aufgrund von Vergebung einen Neuanfang machen konnten.(Kostenlos auszuleihen bei der AlfA-Bundesgeschäftsstelle E-Mail: info@alfa-ev.de)
In einer letzten Phase solle die Frau einen Neuanfang für ihr Leben suchen, der die Wiedergutmachung für das Geschehene mit einschließe, etwa indem sie schwangeren Frauen in Not helfe oder sich verstärkt für alleingelassene Kinder einsetze. Ich kenne eine Frau, die einmal schrieb, daß sie für ihren Schwangerschaftsabbruch einen grausamen Preis bezahlt habe, die aber heute im Rahmen der Selbsthilfegruppe Rahel schwangere Frauen berät und sie über die Folgen einer etwaigen vorgeburtlichen Kindestötung aufklärt. Ich traf sie einmal in der Straßenbahn zusammen mit einer jungen Frau, die aufgrund der Beratung ihr Kind bekommen hatte, und macht heute einen sehr ausgeglichenen Eindruck, der von innerem Frieden zeugt.
Information über den Verein Rahel e.V., einer Vereinigung von Frauen, die die Abtreibung ihres Kindes als leidvoll erfahren haben und andere beraten wollen unter www.rahel-ev.de/


2. Information über gesundheitliche Folgen der Abtreibung

Bis zur 12. Woche sind die häufigsten Methoden des Schwangerschaftsabbruchs die Absaugmethode , bei der das Kind zusammen mit dem Schwangerschaftsgewebe aus der Gebärmutter abgesaugt wird, und die Curretage, bei der das Kind im Mutterleib mit einem Messer (der Curette) zerschnitten und die Gebärmutter ausgeschabt wird.

Komplikationen während des Schwangerschaftsabbruchs
Außer zu Zwischenfällen bei der Betäubung der Mutter kann es zu Verletzungen der Gebärmutter durch die Instrumente und durch Blutungen kommen, da der Arzt den unteren Teil der Gebärmutter für die Instrumente dehnen muß. Bei zu schneller oder zu weiter Dehnung kann es zu Rissen in der Gebärmutterhalswand kommen, Faserelemente können dauerhaft geschädigt werden. Dies kann zu späteren Fehl- oder Frühgeburten führen. Außerdem kann es zur Durchstoßung der Gebärmutterwand kommen. Unsachgemäße Dehnung kann die Hauptarterie verletzten, was zu massiven bedrohlichen Blutungen führen kann, selbst zu Lebensgefahr, die u.U. die sofortige operative Entfernung der Gebärmutter erfordert. Die genannten primären Frühkomplikationen liegen bei 2 bis 4 Prozent (H.H.Bräutigam, 1988, Ärztliche Aspekte des legalen Schwangerschaftsabbruchs. In: von Voss,H./von Voss.R./Hoffacker, P.(Hrsg.): Chancen für das ungeborene Leben, S. 143-151. Köln: Kölner Universitätsverlag)
Auch bei lokaler Betäubung besteht das Risiko für Narkosezwischenfälle wie allergische Reaktionen, Herz-Kreislaufstörungen sowie Störungen der Atem- und Leberfunktion.
Komplikationen nach der Abtreibung
Werden aus der Gebärmutter nicht alle Gewebereste entfernt, kann es zu starken Blutungen und Infektionen kommen. Die Entzündung der Gebärmutterschleimhaut kann zum Aufsteigen von bakteriellen Erregern in die Eileiter führen und damit zu akuten Eileiterentzündungen und zu Bauchfellentzündungen. Sofern die Erreger in die Blutbahn gelangen, kann es zu einer Blutvergiftung und zu Lebensgefahr kommen. Seltener treten durch verschleppte Blutgerinnsel Beinvenenthrombosen und Lungenembolien auf. Die Häufigkeit der sekundären Frühkomplikationen, also der Komplikationen nach der Abtreibung liegt etwa bei 6 bis 8 Prozent (Bräutigam, H.H. & Grimes, D.A. 1984.
Ärztliche Aspekte des legalen Schwangerschaftsabbruches, Stuttgart, Enke.)
Medizinische Spätfolgen
Nach einem Schwangerschaftsabbruch kommt es vermehrt zu lebensgefährlichen Bauchhöhlen- und Eileiterschwangerschaften. Das Risiko für eine chronische Entzündung der Eileiter und der Gebärmutter mit wiederkehrenden Schmerzen vervierfacht sich nach Abtreibung. Verkleben die Eileiter völlig, führt dies unbehandelt zu bleibender Unfruchtbarkeit.
Die nach der Abtreibung heilenden Verletzungen können zur Narbenbildung in der Gebärmutter führen. Diese Narben sind oft die Ursache von Störungen der Menstruationsblutungen, wie z.B. verstärkte und schmerzhafte Regelblutungen.
Aufgrund der psychischen Spätfolgen kann es zu Herzrhytmusstörungen, Migräne, Magen-Darmstörungen oder Schlafstörungen kommen. Das Brustkrebsrisiko erhöht sich, da das Fettgewebe der Brust bereits begonnen hat, sich in Drüsengewebe umzuwandeln und dieser Prozeß plötzlich abgebrochen wird. Alle medizinischen Spätfolgen der Abtreibung liegen bei etwa 12 Prozent.
Über alle gesundheitlichen Risiken des Schwangerschaftsabbruchs informiert kostenlos die Broschüre „Klartext“. Zu bestellen unter material@alfa-ev.de

Kinderwunsch nach Schwangerschaftsabbruch:
Nach Schätzungen des Dresdner Gynäkologen Dr. med. Siegfried Hummel wird jede dritte Frau, die ihr erstes Kind abtreibt, später nie mehr ein Kind gebären können, so Hummel in der Anhörung vor dem Sonderausschuß des Deutschen Bundestages „Schutz des ungeborenen Lebens“ im November 1991. (Auch die oben bereits erwähnte Frau, die ihre Schuld Jesus bekannte und davon frei wurde, hatte Spätkomplikationen wie eine Eileiterschwangerschaft und konnte leider keine Kinder mehr bekommen.)
Eine starke Verzweiflung kennzeichnet die Zeilen einer anonymen Autorin in der Zeitschrift Lebenszeichen Nr. 49, 4/2000, S.3:


„Ich bin 22 Jahre alt. Im Alter von 15 Jahren hatte ich eine Abtreibung, zu der mich meine Mutter getrieben hat. Ich kann jetzt keine Kinder mehr bekommen. / Ich hasse meine Mutter, weil sie mich dazu brachte, und mich selbst, weil ich nicht weggelaufen bin, und ich kann keine Beziehung aufrechterhalten, denn ich fühle mich nicht wie eine Frau, weil ich kein Kind bekommen kann ... / Ich habe die Schule nicht weiter besucht, denn mein Leben ist vergeudet durch das Kind, das ich abtrieb, und das Kind, das ich nie haben werde. Mein Körper, mein Geist, meine Seele sind leer.“


Angesichts der genannten seelischen und körperlichen Risiken des Schwangerschaftsabbruchs kann man also sagen, daß die faktische Freigabe der vorgeburtlichen Kindestötung seit 30 Jahren nicht nur ca. 8 Millionen Kindern in Deutschland das Leben gekostet hat, sondern auch unermeßliches Leid über Frauen und Familien gebracht hat.


3. Zahlen zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschland

Seit 1996 liegen die Abtreibungszahlen in Deutschland laut Statistischem Bundesamt bei circa 130.000. Die geschätzte reale Zahl beträgt hingegen nahezu das Doppelte, wie Prof. Manfred Spieker in „Die WELT“ vom 29.1.2000 und in die „Junge Freiheit“ vom 28.4.2000 darlegt. Um eine exakte Statistik bemühe sich nämlich zur Zeit niemand, so Spieker. Das Problem liege darin, daß die Landesärztekammern und Gesundheitsbehörden der Länder die Anschriften der Ärzte, die abtreiben, nur lückenhaft und ohne einheitliches Kontrollverfahren an das Statistische Bundesamt schicken. Nach den Vermutungen der Bundesärztekammer während der 80er Jahre wurden rund 10 Prozent der Abtreibungen unter falschen Ziffern abgerechnet, die illegalen Abtreibungen werden bei zwei Prozent angesetzt. Bei den Schwangerschaftsabbrüchen nach der medizinischen und kriminologischen Indikation werden etwa doppelt so viele Abbrüche von den Krankenkassen bezahlt als dem Statistischen Bundesamt gemeldet werden. Es ist anzunehmen, daß bei den Abbrüchen nach der Beratungsregelung ebenfalls nur die Hälfte der Abtreibungen beim Statistischen Bundesamt gemeldet werden, so Spieker.
Fast jedes dritte Kind sterbe vor der Geburt durch Abtreibung.


4. Die gesetzliche Lage

Gemäß § 218 Strafgesetzbuch (StGB) ist ein Schwangerschaftsabbruch nach der sogenannten Beratungsregelung rechtswidrig. Denn das ungeborene Kind hat nach dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland wie jeder Mensch das Recht auf Leben.
Jedoch wird der Schwangerschaftsabbruch in den ersten zwölf Wochen des Lebens des ungeborenen Kindes derzeit nicht bestraft, wenn die Schwangere sich zuvor bei einer Beratungsstelle hat beraten lassen. Es gilt seit 1995 eine Fristenregelung mit vorheriger Pflichtberatung. In der Beratung soll der Schwangeren das Lebensrecht ihres noch ungeborenen Kindes verdeutlicht und sie selbst zur Fortsetzung der Schwangerschaft ermutigt werden (§ 219 Strafgesetzbuch). Durch die Neuregelung des § 218 StGB im Jahre 1995 sollte nach dem Willen des Bundesverfassungsgerichts ein Rückgang der Abtreibungen erreicht und so der vorgeburtliche Lebensschutz verbessert werden.
97% aller Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland erfolgen nach der Beratungsregelung.
Nach § 218 Absatz 2 und 3 werden Abtreibungen nach einer medizinischen oder kriminologischen Indikation (nach Vergewaltigung) vorgenommen. Die medizinische Indikation ist zu Unrecht sehr weit gefaßt und umfaßt nicht nur – wie es richtig wäre, eine akute Gefahr für das Leben der Mutter -, sondern auch jede Belastung, die einer Mutter aus der gesundheitlichen Schädigung eines Kindes erwachsen könnte, als Abtreibungsgrund. Dies läßt derzeit die Tötung behinderter Ungeborener bis zur Geburt zu, die sogenannten Spätabtreibungen, und verstößt gegen das Diskriminierungsverbot Behinderter.
Um die Tauglichkeit der Reform von 1995 zu überprüfen, hat das Bundesverfassungsgericht mit Bezug auf Artikel 20 Absatz 3 Grundgesetz (Bindung des Gesetzgebers an die verfassungsmäßige Ordnung) regelmäßige Kontrollen der Abtreibungssituation gefordert. Für den Fall, daß die Zahl der Abtreibungen nicht zurückgehen würde, hat das Bundesverfassungsgericht konsequenterweise zugleich bestimmt, daß dann das Abtreibungsgesetz erneut geändert werden müsse. Der Bundestag hat also eine Pflicht zur Beobachtung der Abtreibungszahlen und gegebenenfalls zur Korrektur der derzeitigen gesetzlichen Regelung, die sogenannte Beobachtungs- und Korrekturpflicht.
Der deutsche Bundestag hat jedoch entgegen der ausdrücklich erfolgten Anordnung des Bundesverfassungsgerichts bisher keine einzige Überprüfung veranlaßt.
Inzwischen dürfte jedoch nicht zu übersehen sein, daß die Reform ihr Ziel verfehlt hat, da durch sie die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland nicht verringert wurde. Denn in den Jahren bis 1995 wurden laut statistischem Bundesamt jährlich bis zu 110.000 Abtreibungen gemeldet und von 1996 an (also nach der Reform) jährlich rund 130.000. Selbst wenn man berücksichtigt, daß die Statistiken bis 1995 nicht so umfassend gewesen seien wie ab 1996, könne von einem Rückgang der Abtreibungszahlen aufgrund der Beratungsregelung (aus dem Jahre 1995) nicht gesprochen werden. Eindeutig sei jedenfalls, daß ab 1996 kein Rückgang mehr erfolgt sei. Schon deshalb müsse eine relative Zunahme der Abtreibungen festgestellt werden. Denn die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter wie auch die Zahl der Geburten sei seit 1996 kontinuierlich zurückgegangen (vgl. unten). Bei gleichbleibenden Abtreibungszahlen bedeute dies zwangsläufig, daß die Abtreibungsquote gestiegen sei. Diese sei aber, so das Bundesverfassungsgericht ausdrücklich, neben den absoluten Zahlen bei der Ermittlung des Erfolgs oder Mißerfolgs der Beratungsregelung heranzuziehen (so das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung BVerfGE 88,203 ff in Neue Juristische Wochenschrift (NJW) 1993, 1751, 1767).
Zu Recht fordert daher Erwin Odenbach (früherer stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Bundesstiftung „Mutter und Kind“), daß die Bundesregierung ihrer Pflicht zur Änderung des Abtreibungsstrafrechts nachkommen müsse. Odenbach bezeichnet es als skandalös, daß der Gesetzgeber seine vom Verfassungsgericht vorgegebene Beobachtungspflicht gänzlich vernachlässigt und so eine verfassungswidrige Rechtslage habe entstehen lassen. Gerade auf dem Gebiet des Lebensschutzes sei dies nicht zu verantworten (Odenbach in Zeitschrift für Lebensrecht 3/2004 S. 91 f).
Überdies habe sich gezeigt, daß ungewollt Schwangere durch finanzielle Hilfen, wie sie seit 1984 von der Bundesstiftung „Mutter und Kind“ und seit 1995 auch von anderen Stellen geleistet würden, nicht in ausreichendem Maße von einem Schwangerschaftsabbruch abgehalten würden. Die Beratungsregelung habe sich insgesamt nicht bewährt und müsse geändert werden. Dennoch verneine die Bundesregierung die Notwendigkeit einer Gesetzesänderung. Dies zeige das Schreiben des Justizministeriums, das ihm die Bundesregierung auf sein Memorandum geantwortet habe. Danach würden allein die Abtreibungszahlen aus den Jahren 1996 ff. zugrundegelegt. Da diese im Wesentlichen konstant geblieben seien, werde ein Handlungsbedarf nicht gesehen. Darauf, daß auch die Abtreibungsquote zu berücksichtigen sei, gehe das Justizministerium nicht ein. Dies zeige, daß die Bundesregierung vor der Abtreibungsrealität die Augen verschließe. Sie mißachtet daher die vom Bundesverfassungsgericht als dem höchsten deutschen Gericht vorgegebene Pflicht zur Korrektur der gegenwärtigen Gesetzeslage.

Eine Neuregelung könnte dahin gehen, den Schwangerschaftsabbruch wieder als Straftat zu behandeln, ausgenommen den einen seltenen Fall, daß das Leben der Mutter akut bedroht ist. Ein solcher strafrechtlicher Schutz würde das Leben der ungeborenen Kinder am besten schützen. Die Entscheidung für oder gegen das Kind kann nicht in das Belieben einer Frau gestellt werden. Schließlich darf sie auch nicht einfach ihren Mann töten, wenn sie gerade nicht mit ihm zurecht kommt. Warum sollte sie jedoch ihr Kind töten dürfen? Um ungeborenen Kindern, Frauen und auch Männern als werdenden Vätern zu helfen, ist ein wirkungsvoller strafrechtlicher Schutz nötig.

Zahlen zur Abtreibungsquote: Nach den Angaben des statistischen Bundesamtes ist zwischen 1996 und 2001 die Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter von 17,10 auf 16,78 Millionen und die Zahl der Geburten von 796.000 auf 734.000 zurückgegangen, woraus sich für je 1000 Geburten in 1996: 163 und in 2001: 182,4 Abtreibungen ergeben.


5. Was geschieht bei einer Abtreibung?

Die Methoden des Schwangerschaftsabbruchs:

- Die mit 75 % häufigste Abtreibungsmethode ist die Absaugung. Es wird ein dünner Schlauch in die Gebärmutter eingeführt. Die Maschine am anderen Ende des Schlauches reißt mit einer Saugkraft, die 5 – mal stärker ist als die eines Staubsaugers, den kleinen Körper in Stücke. Ist der Kopf schon groß, wird er extra mit einer Zange zerquetscht und herausgeholt. All das geschieht ohne Betäubung des Kindes, obwohl die Bundesärztekammer in einer Studie eine Schmerzempfindlichkeit ab der vollendeten achten Woche seit der Befruchtung nicht mehr ausschließt und daher Betäubungsmittel für das Kind empfiehlt.
- Die Curretage: In etwa 20 % der Fälle wird das Kind im Mutterleib mit einem Messer (Curette) zerschnitten und die Leichenteile werden dann herausgekratzt. Bei Bedarf wird ebenfalls der Kopf zerquetscht. Anschließend wird die Gebärmutter ausgeschabt.
- Nach dem dritten Schwangerschaftsmonat kommt als Abtreibungsmethode die Salzverätzung in Betracht. Das Fruchtwasser, welches das Kind umgibt, wird mit einer konzentrierten Kochsalzlösung versetzt. Das Kind verbrennt innerlich und äußerlich während eines bis zu mehreren Stunden dauernden Todeskampfes.
- Bei den Spätabtreibungen, die aufgrund angenommener Behinderungen bis vor der Geburt vorgenommen werden, werden mitunter Kinder geboren, die ihre Abtreibung überleben (vgl. www.tim-lebt.de). Denn sie finden sogar noch zu einem Zeitpunkt statt, in dem das Kind außerhalb des Mutterleibes überlebensfähig ist.

Wer einmal Abtreibungsbilder gesehen hat, den lassen sie nie wieder los. Ähnliches gilt für eine Abtreibung im Film „Der Stumme Schrei“(siehe auch unter 10.). Beides Bestellung unter material@alfa-ev.de Alle Abtreibungsmethoden sind als grausam anzusehen, was kennzeichnend für einen Mord ist. Außerdem können sie als heimtückisch klassifiziert werden (ebenfalls ein Mordmerkmal), denn arg- und wehrloser als ein ungeborenes Kind kann niemand sein.

Der Entwicklungsstand des ungeborenen Kindes beim Schwangerschaftsabbruch

- 3 Wochen nach der Befruchtung beginnen sich die inneren Organe zu bilden, Leber, Lunge, Magen, Darm und Nieren. Der Kopf wird langsam erkennbar.
- 4 Wochen nach der Befruchtung sind die ersten Ansätze für die Wirbelbildung erkennbar. Das Herz pumpt Blut zur Leber und Hauptschlagader.
- 5 Wochen nach der Befruchtung kann man das Gesicht erkennen mit Ohren, Nase und Augen. Der kleine Mensch mißt einen Zentimeter und wiegt ein Gramm.
- 5 ½ Wochen nach der Befruchtung hat der Körper ein wohlproportioniertes Aussehen. Kopf und Körper sind gleich groß, der Kopf ist mit dem Kinn nach vorne auf die Brust gebeugt. Er gewinnt allmählich menschenähnliches Aussehen.
- 6 Wochen nach der Befruchtung werden die Finger erkennbar. Gehirnströme sind meßbar.
- 7 Wochen nach der Befruchtung hat das Kind eigene Fingerabdrücke.
- 8 Wochen nach der Befruchtung hat sich alles, was beim fertigen Menschen zu finden ist, entwickelt. Die Anlage aller Organe ist praktisch abgeschlossen. Es entstehen keine neuen Organe mehr. Das Ungeborene kann Arme und Beine bewegen. Die Finger- und Zehenglieder haben sich ausgebildet. Auf Berührungen um den Mund reagiert es empfindlich. Das Kind mißt 2,36 cm. Man nennt das Ungeborene nun nicht mehr Embryo, sondern Fet (Fötus).
- 9 Wochen nach der Befruchtung lutscht es am Daumen und kann sich von der Wand zu Turnübungen abstoßen und Purzelbäume schlagen. Die Augen schließen sich für einige Monate.
- 10 Wochen nach der Befruchtung ist es 6 cm groß.
- 11- 12 Wochen nach der Befruchtung hat das Baby 25 Gramm Gewicht und ist 8 cm groß. Die ersten Haare und Nägel wachsen. Der Kopf nimmt ein Drittel der Körperlänge ein.



Diese beeindruckende Entwicklung des Kindes zeigt, dass es sich um einen Menschen von Anfang an handelt. Von daher ist auch der Ausdruck „Schwangerschaftsabbruch“ ungenau und verniedlichend, denn es wird eindeutig nicht nur eine Schwangerschaft abgebrochen, sondern eine vorgeburtliche Kindestötung vorgenommen. Leider ist von dem Kind und seinem Entwicklungsstand bei vielen Beratungsstellen kaum die Rede. Noch unglücklicher ist der Ausdruck „Schwangerschaftsunterbrechung“, da er so wirkt, als könne man eine einmal unterbrochene Schwangerschaft wieder fortsetzen.


6. Was geschieht bei Einnahme der Abtreibungspille?
Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch

Am ersten Tag: Erste Vorstellung in der Klinik/Praxis, anschließend Bedenkzeit
Am 5.Tag: Einnahme von 3 RU 486/Mifegyne- Pillen in der Klinik. Diese Menge der Abtreibungspille entspricht etwa einer 8000-10000fachen Dosis einer Mikropille
Am 7. Tag: wenn die Abtreibung durch die Abtreibungspille allein nicht möglich ist, zusätzliche Prostaglandin-Gabe (kann starke Schmerzen und Wehen auslösen und ist eine stark herz- und kreislaufgefährdende Substanz, die in Frankreich in Kombination mit der Abtreibungspille zum Tod von Anwenderinnen geführt hat.
6 Stunden Bettruhe, Überwachung der meist sehr schmerzhaften Ausstoßung des ungeborenen Kindes. (Oft auch Ausstoßung des Embryos erst zuhause auf der Toilette. Die Frau sieht ihr abgetriebenes ungeborenes Kind.)

Mögliche Risiken dieser Methode des Schwangerschaftsabbruchs:
Bei jeder 3. Frau sind starke Schmerzmittel notwendig (Opiate, evtl. Narkose), weitere Komplikationen sind lebensbedrohliche Blutungen von 10 bis 28 Tagen, Notwendigkeit der Bluttransfusion (Aidsrisiko, Hepatitisrisiko), Schockrisiko, Herzrasen etc. Weiterhin sind Fälle von Herzinfarkt, Herzbeutelentzündung und Koma aufgetreten.
Am 8. Tag: evt. Tötung des überlebenden Embryonen durch Saug- oder instrumentelle
Curettage (Ausschabung)

Insgesamt ist die Anwendung der Abtreibungspille eine langwierige und mit lebensbedrohlichen Risiken verbundene Prozedur, die psychisch äußerst traumatisierend auf Frauen wirkt, weil der Tötungsprozeß des ungeborenen Kindes über mehrere Tage geht. Frauen sind in der Zwischenzeit mit dem Abbruchgedanken alleine und rufen oft in der Klinik an, ob man die Abtreibung nicht doch rückgängig machen könnte, was evt. möglich ist. Fragen Sie im Zweifel mehrere Ärzte. Sie leiden noch mehr an auftretenden Schuldgefühlen, da sie selbst aktiv den Tötungsprozeß ihres Kindes vollziehen.

Embryonale Seite des medikamentösen Schwangerschaftsabbruchs:
Der Tod des Embryos tritt durch Verhungern und Verdursten ein. Der ganze Prozeß geht über Stunden bis Tage. Ein Teil der Embryonen erfährt die Ausstoßung aus dem mütterlichen Körper im lebenden Zustand. 48 Stunden nach der Einnahme kämpfen noch mehrere Prozent der Kinder um ihr Leben. Mißbildungen durch die Abtreibungspille sind beschrieben.


7. Die seelischen Folgen von Adoptionsfreigabe und Abtreibung im Vergleich

Einen Vergleich, wie Abtreibung beziehungsweise Adoptionsfreigabe seelisch verarbeitet werden, zeigt eine 1990 vorgelegte Doktorarbeit an der Universität Würzburg von Marion Poensgen. Der Titel lautet: „Abschied von den unvergessenen Kindern. Ein Vergleich psychischer Spätfolgen bei Frauen nach Schwangerschaftsabbruch respektive nach Adoptionsfreigabe“. Gemäß dieser Arbeit treten nach der Abtreibung, auch über einen längeren Zeitraum betrachtet, vermehrt psychosomatische Beschwerden, besonders im gynäkologischen Bereich, auf. Frauen nach Adoptionsfreigabe berichten dagegen wesentlich seltener über solche Beschwerden. Stimmungsschwankungen, Schuldgefühle und depressive Reaktionen treten nach Abtreibungen ungefähr doppelt so häufig auf wie nach Adoptionsfreigabe, so Poensgen. Durch die Form der offenen Adoption lassen sich die psychischen Beschwerden der Mütter noch weiter verringern, da hierbei ein Kontakt zum Kind bestehen bleibt.
Insgesamt sollte die Adoption in unserer Gesellschaft offener diskutiert werden. Wünschenswert wären mehr Verständnis und Sensibilität für die abgebende Mutter, die aus hoher sozialer Verantwortung zum Wohl ihres Kindes eine Entscheidung trifft, die Respekt und Anerkennung verdient. (Kempf, Martina: Adoption statt künstlicher Befruchtung, in: Naturkonservativ heute. Jahrbuch 2003, Essen, 2003, S. 67-72, hier S. 71).
Wenigen ist bekannt, daß es eine neue Art der Adoption gibt: die offene Adoption. Seit einigen Jahren ist es in Deutschland möglich, daß sich die leibliche Mutter eines Kindes und die Adoptiveltern vor der Geburt kennenlernen. Sie bleiben auch nach der Adoptionsfreigabe in Kontakt. So wissen die leiblichen Eltern immer, wie es ihrem Kind geht. Dadurch berücksichtigt die offene Adoption die Gefühle der das Kind freigebenden Mutter viel besser als die bisher übliche anonyme Adoption. Auch gegenüber dem Kind muß die Tatsache der Adoption nicht mehr wie bisher verheimlicht werden. Es bleibt mit seinen leiblichen Eltern in lockerem Kontakt und respektiert sie, weil sie es trotz schwieriger Umstände auf die Welt gebracht haben.
Daß der Anteil der Adoptionen, die offen durchgeführt werden, noch relativ gering ist, hängt damit zusammen, daß die offene Adoption für die zuständigen Jugendämter eine intensivere Begleitung bedeutet als die anonyme Adoption.
Von einer offenen Adoption erzählt der Film „Die Rabenmutter. Aus Liebe zum Kind“. Dabei handelt es sich um eine Kunststudentin, nennen wir sie Clara, welche ein Kind von einem Mann erwartet, zu dem sie keine Beziehung mehr hat. Sie lebt in einer Ein-Zimmer-Wohnung. In ihrer schwierigen Lage erwägt sie eine Abtreibung, obwohl sie immer dagegen war. Sie kommt aber zu dem Schluß, daß sie mit einer Tötung des Kindes nicht fertig werden könne. Clara überlegt, ob sie das Studium abbrechen und als alleinerziehende Mutter von der Sozialhilfe leben sollte. Schließlich zieht sie eine Adoption in Betracht und informiert sich darüber beim Jugendamt. Für sie kommt nur eine offene Adoptionsform in Betracht. „Ganz wichtig war mir zu wissen, wohin das Kind kommt und daß es Vater, Mutter und Geschwister haben wird.“ Im Laufe der Schwangerschaft lernt sie die Familie, in die ihr Kind kommen sollte, besser kennen. „Wir haben darüber geredet, wie wir mit der Situation umgehen. Was in uns auftaucht an Gedanken. Auch mit dem Kind war ich im Zwiegespräch.“ (Ebenda, S. 68 f) Der Film ist auszuleihen oder zu bestellen, siehe unten unter: Empfehlenswerte Bücher und Videos

Weitere Informationen gibt es beim PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V., Geisbergstraße 16, 10777 Berlin, Telefon: 030/94 87 94 23, Fax: 030/94879386, info@pfad-bv.de, www.pfad-bv.de, Informationsservice: www.pfad.wordpress.com


8. ALfA-Schulmappe zum Thema Abtreibung
„Leben und leben lassen“

Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. als größter deutscher Lebensschutzverband hat eine Arbeitshilfe für Biologie-, Religions-, Sozialkunde- und Ethik-Lehrer sämtlicher Schularten und für die außerschulische Bildungsarbeit herausgegeben.
Mit 8 fertigen Unterrichtsentwürfen einschl. Kopiervorlagen für Arbeitsblätter, 3 Farbfolien zur vorgeburtlichen Entwicklung und Linkliste.
Preis: 10,- Euro zzgl. Versand
Auch als CD-Rom mit druckfähigen Dateien erhältlich (Preis: 5,- Euro)
Bestellungen an : ALfA, Ottmarsgäßchen 8, 86152 Augsburg
Tel. 0821 / 51 20 31, Telefax 0821 / 156407 oder per E-Mail: bgs@alfa-ev.de
Im Internet finden Sie uns unter: www.alfa-ev.de

Powerpoint-Präsentation der Jugend für das Leben zum Thema Lebensschutz:

Die Jugend für das Leben verschickt eine Präsentation, die für Unterricht oder andere Kreise (Jugendkreise) geeignet ist. Außerdem veranstaltet sie Seminare, in denen Jugendliche lernen, Vorträge zum Thema „Schutz des ungeborenen Menschen“ zu halten. Kontakt:
Jugend für das Leben, Vorsitzender Matthias Lochner, Steinfelder Gasse 9, 50670 Köln. Tel.: 0221/30 26 920 oder mobil 0157/730 20 600


9. Kontakt und Hilfe, empfehlenswerte Schwangerschaftsberatungsstellen und Hilfsangebote, auch finanzieller Art, und Mutter-Kind-Heime

Wir empfehlen die Schwangerschaftsberatungsstellen beim Sozialdienst katholischer Frauen, dieser berät unter Nennung sämtlicher Hilfsangebote, etwa aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind“. Sie finden die Adressen im Telefonbuch oder unter www.alfa-ev.de

Nicht zu empfehlen ist die Schwangerschaftsberatungsstelle „pro familia“ im Konfliktfall. Wie wenig bekannt ist, unterhält „pro familia“ eigene Abtreibungskliniken, sie verdient also durchaus an Abtreibungen. Die Beratung ist oft unzureichend, es werden oft gar keine Hilfsangebote genannt.
Auch die Beratung bei donum vitae empfehlen wir nicht, da auch dort Abtreibungsscheine ausgehändigt werden.
Die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. berät ebenfalls telefonisch sowie an vielen Orten ehrenamtlich Frauen in ungewollten Schwangerschaften und begleitet sie individuell bei Behördengängen, hilft bei Umzug, Wohnungsausstattung und Babybekleidung sowie bei finanziellen Problemen. Es besteht die Möglichkeit von finanziellen Zuwendungen in Form von Patenschaften oder einmaligen Zuwendungen. Wir sind außerdem bei der Suche nach Mutter&Kind-Häusern behilflich, die auch vor der Geburt genutzt werden können. Die Mutter&Kind-Häuser sowie Beratungsstellen finden Sie unter www.alfa-ev.de. Alle unsere Beratungen sind stets kostenlos und diskret. An vielen Orten gibt es Gruppen unseres Vereins, die sich mit Ihnen auf Ihr Kind freuen.

Für Schwangerschaftskonflikte:
Beratungstelefon: 0211 / 970 39 77 und 0211 / 700 8000 Frau Sandra Sinder
Notfallnummer (Tag und Nacht besetzt): 0180 / 36 999 63

E-Mail: Beratung@alfa-ev.de

Für allgemeine Anfragen:
E-Mail: info@alfa-ev.de
Postanschrift: Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) e.V.:
Ottmarsgäßchen 8, 86152 Augsburg
Tel. 0821 / 51 20 31, Telefax: 0821 / 156407
www.alfa-ev.de


10. Empfehlenswerte Bücher und Videos zum Thema:

Werde ich morgen weinen? Von Susan M. Stanford
Marburg/Lahn: Franke, 1989/2001 ISBN 3-86122-500-X
„Nach der Abtreibung meines Kindes fiel ich in ein tiefes Loch. Der erste Lichtblick war dieses Buch.“ So kommentiert eine Rahel-Frau.

Tochter des Schicksals Von Heather Gemmen
Eine Frau entscheidet sich für das Kind ihres Vergewaltigers. Heather Gemmen ist schwanger von ihrem Vergewaltiger. Sie gewährt in diesem Buch Einblick in den tiefsten Abschnitt ihres Lebens. Erleben Sie die schweren Stunden mit, in denen Heather die traumatischen Erlebnisse verarbeitet. Und nehmen Sie Anteil an dem Sieg, den sie über diese Situation erringt. „Dieses Buch ist ein Beweis, daß Gott aus den schlimmsten Situationen unseres Lebens Segen hervorgehen lassen kann.“(Gerth Medien)
14,95 Euro, ISBN: 389 43 79 642, Gerth Medien 2005


Weitere Bücher siehe www.rahel-ev.de


Filmverzeichnis

(Alle Filme können kostenlos bei der Aktion Lebensrecht für Alle e.V. ausgeliehen werden.) E-Mail: material@alfa-ev.de

„Die Rabenmutter“. Aus Liebe zum Kind (29 Min.) Ein Film zum Thema Adoption. Film- und Fernsehproduktion Heidi und Bernd Umbreit, Goethestraße 19, 71720 Oberstenfeld, Tel.: 07062 / 23527, Fax: 07062 / 23528. (bei Kauf ca. 22 Euro).

„Wann beginnt das menschliche Leben?“ (5 Min.). Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA), Ottmarsgäßchen 8, 86152 Augsburg, Tel.: 0821 / 51 20 31, Fax: 08 21 / 15 64 07. (bei Kauf 7,50 Euro incl. Versand).

„Die leere Wiege II“. Ergreifende Schilderungen zweier Frauen, die ihre Kinder abtreiben ließen, weil Umfeld und Beratung versagten (15 Min.). Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA), Ottmarsgäßchen 8, 86152 Augsburg, Tel.: 0821 / 51 20 31, Fax: 08 21 / 15 64 07. (bei Kauf 15 Euro incl. Versand).

„Der Stumme Schrei“, mit Ultraschallaufnahmen einer Abtreibung (28 Min.). Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA), Ottmarsgäßchen 8, 86152 Augsburg, Tel.: 0821 / 51 20 31, Fax: 08 21 / 15 64 07. (bei Kauf 10 Euro incl. Versand).

„Ich habe abgetrieben“ (29 Min.). Das Schicksal von vier Frauen. Film- und Fernsehproduktion Heidi und Bernd Umbreit, Goethestraße 19, 71720 Oberstenfeld, Tel.: 07062 / 23527, Fax: 07062 / 23528. (bei Kauf ca. 22 Euro).